Kommen irgendwann Spiele vom Nintendo DS und Nintendo 3DS auf die Nintendo Switch 2? Genau diese Frage wurde Nintendo-Präsident Shuntaro Furukawa auf einer Aktionärsversammlung gestellt. Eine direkte Bestätigung gab es nicht. Furukawa erklärte laut Berichten, er könne die Frage derzeit nicht konkret beantworten, Nintendo bereite aber weiter vor, möglichst viele ältere Spiele über Nintendo Classics beziehungsweise aktuelle Hardware zugänglich zu machen.
Das ist keine Ankündigung, aber trotzdem spannend. Denn DS und 3DS gehören zu den beliebtesten Nintendo-Systemen überhaupt. Viele große Marken hatten dort starke Ableger, darunter Mario Kart DS, Animal Crossing: Wild World, New Super Mario Bros., The Legend of Zelda: Phantom Hourglass, Nintendogs, Professor Layton, Pokémon X/Yund viele mehr.
Das Problem mit den zwei Bildschirmen
Ganz einfach wäre eine Umsetzung aber nicht. DS und 3DS hatten zwei Bildschirme, dazu Touchscreen-Steuerung und beim 3DS auch stereoskopisches 3D. Die Switch 2 müsste diese Besonderheiten irgendwie übersetzen. Denkbar wären Bildschirm-Layouts nebeneinander, untereinander oder ein Wechsel zwischen Haupt- und Touchscreen.
Gerade deshalb ist Furukawas vorsichtige Antwort nachvollziehbar. Nintendo kann solche Klassiker nicht einfach stumpf auf die Switch 2 werfen, ohne dass Bedienung und Darstellung funktionieren. Bei vielen Spielen war der zweite Bildschirm kein nettes Extra, sondern ein zentraler Teil des Gameplays.
Nintendo sitzt auf einem riesigen Schatz
Für Nintendo wäre der Schritt trotzdem logisch. Der alte Handheld-Katalog ist enorm wertvoll, und viele Spiele sind heute nur noch gebraucht oder über alte Hardware spielbar. Gleichzeitig hat Nintendo mit Nintendo Switch Online bereits gezeigt, dass Klassiker ein wichtiger Teil der eigenen Plattformstrategie sind.
Sollten DS- und 3DS-Spiele wirklich auf Switch 2 kommen, wäre das ein großes Argument für Langzeitfans. Gerade jüngere Spieler könnten so erstmals Klassiker erleben, die früher auf kleinen Klapphandhelds zu Hause waren.
Bis dahin bleibt es aber Spekulation. Sicher ist nur: Nintendo weiß sehr genau, wie wertvoll der eigene Backkatalog ist. Und Furukawas Antwort klingt zumindest nicht so, als wäre das Thema vom Tisch.
Foto: Pexels/Stas Knop
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