Destiny 2 ist vor allem für Loot, Raids, Weltraum-Drama und endlose Diskussionen in der Community bekannt. Doch intern gab es bei Bungie offenbar auch deutlich schrägere Ideen. Eine davon: eine Dating-Sim im Destiny-Universum.
Ja, wirklich.
Laut ehemaligen Bungie-Mitarbeitern wurde intern tatsächlich an einer Destiny-Dating-Sim gearbeitet. Liana Ruppert, ehemalige Community-Managerin bei Bungie, erklärte, dass das Team so ein Projekt gebaut habe. Die Idee sei stark von Dream Daddy inspiriert gewesen, einem bekannten Dating-Sim-Spiel. Die Führungsebene habe das Ganze demnach allerdings abgelehnt, weil man offenbar glaubte, Spieler wollten keine Romantik oder albernen Inhalte in Destiny.
Kein fertiges Spin-off, aber mehr als nur ein Witz
Ganz so weit wie ein vollwertig angekündigtes Spin-off war das Projekt wohl nicht. Robert Brookes, ehemaliger Senior Narrative Designer bei Bungie und inzwischen bei CD Projekt Red, ordnete später ein, dass der Dating-Sim-Prototyp Teil eines internen "Carnival"-Events gewesen sei. Dabei konnten Entwickler innerhalb einer Woche spaßige Prototypen bauen.
Trotzdem war die Idee offenbar nicht nur ein kurzer Scherz. Brookes erklärte, dass er mit zwei weiteren Narrative-Teammitgliedern sogar ein vollständiges Pitch-Deck mit Kosten und Kennzahlen vorbereitet habe. Weitergekommen sei das Konzept aber nie.
Für Destiny-Fans ist das natürlich ein gefundenes Fressen. Immerhin hat die Reihe genug Figuren, bei denen die Community seit Jahren diskutiert, schwärmt oder hineininterpretiert. Eine offizielle Dating-Sim mit Charakteren aus dem Destiny-Kosmos wäre vermutlich entweder völlig absurd oder ein heimlicher Hit geworden.
Gerade jetzt wirkt die Geschichte noch bitterer: Bungie hatte im Mai 2026 angekündigt, dass am 9. Juni 2026 das letzte Live-Service-Content-Update für Destiny 2 erscheinen soll. Das Spiel bleibt zwar spielbar, doch die aktive Entwicklung läuft aus.
Damit bleibt die Destiny-Dating-Sim wohl eines dieser kuriosen "Was wäre, wenn?"-Kapitel der Gaming-Geschichte. Und ganz ehrlich: Nach Jahren voller Götter, Raids und Weltuntergang hätte ein bisschen Weltraum-Romantik vielleicht gar nicht geschadet.
Noch keine freigegebenen Kommentare vorhanden.